Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit nunmehr Wochen erleben wir, was wir uns wohl in dieser Form zunächst nicht (mehr) vorstellen konnten: Einen brutalen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und damit kriegerische Auseinandersetzungen mitten in Europa.

Nur wenige Flugstunden von uns entfernt, müssen sich die Menschen in der Ukraine in Luftschutzkellern vor Angriffen schützen und verlieren ihr Zuhause und im schlimmsten Fall sogar ihr Leben.

Frauen und Kinder aus der Ukraine fliehen vor den Kriegswirren und versuchen sich in Sicherheit zu bringen. Im Landkreis Ravensburg sind bereits ukrainische Flüchtlinge privat in Familien angekommen und aufgenommen worden.

In Abstimmung mit den Städten und Gemeinden in unserem Landkreis und in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Ravensburg bereiten wir uns auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor und stellen uns auf deren Versorgung ein.

Wir sind daher auch auf der Suche nach geeigneten Wohnungen oder privaten Unterkünften und bitten um Rückmeldung, wenn jemand Unterkünfte oder Wohnraum zur Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen zur Verfügung stellen kann.

Sie können sich hierfür gerne per Telefon: 07502/ 9403-0 oder per E-Mail: [email protected] an uns wenden. Bitte geben Sie dabei Ihre Kontaktdaten sowie die Adresse der Unterkunft an. Derzeit besteht zwar noch kein konkreter Bedarf. Wir sind zu gegebener Zeit bestimmt für jedes Angebot dankbar.

Darüber hinaus besteht auch Bedarf an Übersetzungsleistungen: Wenn Sie Ukrainisch sprechen und sich bei Bedarf als Vermittler engagieren können, sind wir für Ihre Unterstützung ebenfalls dankbar. Gerne können Sie sich unter den o.g. Kontaktdaten bei uns melden.

Die Spendenbereitschaft für die Menschen in der Ukraine und für die ukrainischen Flüchtlinge ist bereits sehr hoch. Die Kommunalen Landesverbände, das Ministerium der Justiz und für Migration sowie die Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V. haben in einer gemeinsamen Medieninformation dargelegt, dass sich Geldspenden an seriöse Hilfsorganisationen in der aktuellen dynamischen Lage am besten eigenen würden. Deshalb werde darum gebeten, Sachspenden nur im Falle der konkreten Aufforderung einer seriösen Hilfsorganisation zu leisten. Sachspenden seien bei den Behörden und Stellen bereits in großer Zahl eingegangen.

Wie sich die Lage auch hier konkret bei uns entwickelt, werden die nächsten Tagen zeigen. Wir möchten so gut es geht darauf vorbereitet sein und wollen unseren Beitrag für die Versorgung der Flüchtlinge aus der Ukraine leisten.

Aus unserer polnischen Partnergemeinde Ciasna haben wir vernommen, dass dort bereits viele Flüchtlinge untergebracht worden seien. Wir stehen im Kontakt mit Ciasna und bieten auch hier unsere Unterstützung an.

Über das Mitteilungsblatt und unsere Internetseite werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Für Ihre Mithilfe und Ihre Unterstützung bedanke ich mich im Voraus bereits sehr herzlich!

In Gedanken und in Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine,

Ihr

Daniel Steiner

Bürgermeister