Fotos: Gerhard Tempel
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100 Jahre Radfahrverein Concordia Mochenwangen – 25 Jahre Dorffest – 15 Jahre Gemeindepartnerschaft mit Ciasna

Ein gelungenes Jubiläumswochenende

Es war ein Jubiläumsfest mit vielen Höhepunkten und Überraschungen. Der Musikverein Mochenwangen und der Radfahrverein Concordia Mochenwangen veranstalteten ein sehr ansprechendes Jubiläumswochenende zu 100 Jahre Radfahrverein Mochenwangen, 25 Jahre Dorffest Mochenwangen und 15 Jahre Gemeindepartnerschaft mit Ciasna. Durch den Besuch der über 60-köpfigen Besuchergruppe aus der Partnergemeinde Ciasna in Oberschlesien (Polen) kam die drei Festtage sogar europäisches Flair auf.

Dies war bereits beim fröhlichen Auftakt am Samstagabend zu spüren, als rückhaltend wirkenden jungen Leute aus ihren Gastfamilien zum Festgelände zurückkehrten und sich über die Auftritte der von Radpionier Franz Graf (Esenhausen) aufgebotenen Radballspieler und unserer Kunstradfahrer die Augen rieben. So etwas hatten die meisten noch nie gesehen; spontaner und herzlicher Beifall belohnte die Auftritte, ehe sich die Show -und Topband „Fairwind“ aufmachte, die Stimmung anzuheizen. Doch gegen 22.30 Uhr machten Blitz, Donner und Regen dem fröhlichen Treiben ein jähes Ende; nur die Unentwegten verharrten weiter im schützenden Zelt.

Festgottesdienst in die Kirche verlegt

Dass man am Sonntagmorgen den ökumenischen Festgottesdienst witterungsbedingt in die Kirche verlegte, erwies sich dann als gute Entscheidung. Nicht oft hat die bis auf wenige freie Plätze dicht besetzte und nach der Restaurierung in neuem Glanz erstrahlende „Mariä Geburt“ einen so festlichen und von Gemeinsinn geprägten Gottesdienst beherbergt. Orientiert an vier über die 100 Jahre verteilte Zeitfenster, ergänzt durch nachdenkliche Gebetstexte und Fürbitten zeigten Pastorin Bredau und Pfarrer Pappelau anhand des Bibeltextes aus Mathäus 14, 22-33 trotz  ausweglos scheinender Vorgänge von der Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich exakt vor hundert Jahren bis zu den aktuellen Krisengebieten auf, dass es lohnend ist, die Suche nach Gottvertrauen nicht aufzugeben. Ein Quartett des Musikvereins und der gemeinsame Chor  beider Kirchengemeinden dirigiert von Margrit Korbély und auf dem Keyboard begleitet von Angela Pfleghar boten bekannte und zeitgenössische Kirchenmusik. Als abschließenden Höhepunkt gab es dann als Schlusslied erneut das kraftvoll gesungene Lied der Concordia: “Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir…“ zu hören.  

Zwischenzeitlich hatte Petrus die Frommen erhört und hellen Sommerwetter beschert, als  das junge Orchester aus der Partnergemeinde unter Leitung von Thomas Onisek  auf dem Festplatz unter den Linden aufspielte. Wie in Polen üblich wurden die anspruchsvollen Musikstücke visuell und rhythmisch noch gesteigert durch die charmanten Tänzerinnen (Majoriten) in ihrem vielfarbigen Outfit und einstudiert von Margareta Prowda. Nicht wenigen ging dann das Herz auf, als die Musikanten urplötzlich in einen Melodienreigen mit altbekannten deutschen Heimatliedern aus der Concordenzeit einschwenkten.

Nach dem von der Küche bestens durchorganisierten Mittagessen samt Kaffee und den über hundert  Kuchen der Landfrauen steuerte die Festgesellschaft mit dem Jubiläumskorso dem eigentlichen Höhepunkt zu. Bei prächtigem Sonnenschein hatten sich weit über tausend Besucher aus dem ganzen Oberland am Festzugsweg eingefunden als vorneweg traditionell die prächtigen Pferde der Festreiter  den 25 bunten Radler- und Musikgruppen voranritten. Heiter gelöste Stimmung machte sich breit, als unsere örtlichen Musikkapellen und das Blasorchester Ciasna mit Tanzgruppe und dem Fanfarenzug um die Wette ihr Bestes gaben. Dazwischen dann die teilweise ulkigen Radler, allen voran etliche Draisinen und Holzräder, gefolgt von einigen Hochrädern mit dem 1. Rennrad in Oberschwaben von 1888 aus Schwendi bei Laupheim. Neugierde und Schmunzeln zugleich weckte neben den Fahrern aus Rosna/Mengen und Rohrdorf/Isny der Hochzeitszug aus Oberdischingen gefolgt von der ehrwürdigen großen Fahne des Kath. Arbeitervereins von 1906, die etliche Vereinsabordnungen und Gruppen (KAB der Seelsorgeeinheit, Liederkranz, SVM-Fußballer und die Albvereinsgruppe) bis zu den herrlich geschmückten Korsogruppen aus Dornbirn, Altheim/Riedlingen (1910), Eintürnen(1902), der „Wanderlust“ Wolpertswende(1924) und dem Jubiläumsverein „Concordia“ (1914). Die Kunstradeltern in ihrer Matrosenaufmachung weckten die Erinnerung an das erste Vereinstrikot der einst so erfolgreichen Reigenfahrer der Concordia (1925 -33).  Spontaner und wohlverdienter Applaus der Zuschauer begleiteten die bestens gelaunten Akteure auf ihren Ein- oder zweirädrigen Konstruktionen.

Dazwischen machten die beiden herrlich bekränzten Pferde- und Ponnygespanne mit den Honoratioren auf sich aufmerksam. In Georgs Baumeisters Landauer hatten neben den beiden Pfarrern die Bürgermeister aus Ciasna und Wolpertswende fröhlich winkend Platz genommen und Albert Reck aus Waldhausen präsentierte neben dem Präsidenten des Landesblasmusikverbandes und Partnerschaftsförderer Rudi Köberle, MdL den großzügigen Sponsor der Musikschule und des Blasorchesters in Ciasna Georg Kupka.

Nach diesem auf Jahre hinaus wohl einmaligen Ereignis waren Zelt, Aula und der Biergarten unter den Linden dicht bevölkert als Michael Roth und die Wolpertswender Kapelle mit gehobenem Konzertangebot Jung & Alt erfreuten. Das Angebot des Kinderprogramms vom Kutschenfahren über den Mountainbikeparcour der WRSV  bis zum Sicherheitstraining wurde gut angenommen, ehe dann leider gegen 17.30 Uhr ein Platzregen  der Festesfreude ein jähes Ende bescherte. Trotz bester Unterhaltungsmusik der „Lustigen Elf“  am Sonntagabend harrten nur noch die ganz Unentwegten aus.

Nach dem traditionellen Ausflug an den Bodensee wurden am Montagabend die zahlreichen Besucher des „Feierabendhocks“ dann mit idealem Sommerwetter entschädigt. Nach flotten Rhythmen der Mochenwanger Jugendkapelle trumpfte das Blasorchesters Ciasna und die Tanzgruppe zum Abschied noch einmal richtig auf. Nach dem Austausch von Geschenken durch die beiden Bürgermeister, Helga Nimz vom RV-Concordia und Georg Manhald vom Musikverein kam ungetrübte Stimmung auf. Nach einem fetzigen Kurzprogramm des FZ KAKADU entboten wie alljährlich die „Schussental Musikanten“ zum frohen Ausklang einen bunten Melodienstrauß altbekannter Rhythmen und frohen Weisen.

Nach dem gemeinsamen Frühstück der polnischen Gäste mit den Gastgebern hieß es dann mit dem Versprechen des Wiedersehens dann bald Abschied zu nehmen. ( lz) 

  

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